Fachanwalt für Insolvenzrecht

Ein Fachanwalt für Insolvenzrecht unterstützt Sie im Insolvenzverfahren
Ein Fachanwalt für Insolvenzrecht unterstützt Sie im Insolvenzverfahren

Insolvenz anmelden – für jeden, ob Privatmensch, Kleinunternehmen oder Großkonzerne, ist die Insolvenz eine existenzbedrohende Lage, besonders, weil sie eben nicht nur kleine Unternehmen oder Privatpersonen treffen kann. Ein bekanntes Beispiel ist das Unternehmen Karstadt bzw. die Arcandor AG, die 2009 Insolvenz anmelden musste.

Der Konzern rettete sich halbwegs aus der Insolvenzmisere, indem der Insolvenzverwalter die Warenhäuser als Ganzes an einen Investor verkaufte und die Gläubiger weitreichend zu einem Verzicht ihrer Forderungen brachte.

Eine Insolvenz geht für den Einen gut aus und für den Anderen schlecht; dahinein spielen die verschiedensten Faktoren. Bei Karstadt erhielten etliche Tausend Mitarbeiter die Kündigung und bis heute wurden mehrere Filialen geschlossen oder sollen noch geschlossen werden (Stand Juli 2015).

FAQ: Fachanwalt für Insolvenzrecht

Wann brauche ich einen Fachanwalt für Insolvenzrecht?

Ein Fachanwalt aus dem Insolvenzrecht kann Ihnen behilflich sein, wenn eine Insolvenz, also eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt.

Wie kann ich Fachanwalt für Insolvenzrecht werden?

Die Ausbildung gliedert sich in vier Phasen. Welche das genau sind, können Sie hier nachlesen.

Wie teuer ist ein Fachanwalt für Insolvenzrecht?

Ein Fachanwalt für Insolvenzrecht wird nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bezahlt. Alternativ können Sie mit diesem auch eine Vergütungsvereinbarung aufsetzen.

Was ist ein Fachanwalt für Insolvenzrecht?

1999 beschloss die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) die Fachanwaltsbetitelung für den Insolvenzanwalt einzuführen. Seit 2000 zeichnet die BRAK in ihrer Entwicklungsstatistik die Anzahl der zugelassenen Fachanwälte in Deutschland auf. Damals waren es gerade einmal 30 Stück. Für 2015 verzeichnet die BRAK mittlerweile über 1.700 Rechtsanwälte mit dem Titel „Fachanwalt für Insolvenzrecht“.

Insolvenz bedeutet soviel wie „Zahlungsunfähigkeit“. Das Insolvenzrecht ist dem Zivilrecht untergliedert. Es ist vornehmlich in der Insolvenzordnung (InsO) reglementiert und berührt insbesondere Bereiche wie das Arbeitsrecht, das Baurecht oder Sozialrecht. Seine Hauptaufgabe bildet das Insolvenzverfahren, das durchgeführt wird, um Gläubiger zu besänftigen.

Die Fachanwaltsordnung (FAO) der BRAK beschreibt in § 14, welche besonderen Kenntnisse ein Anwalt im Insolvenzrecht mitbringen muss:

  1. Materielles Insolvenzrecht
    1. Insolvenzgründe und Wirkungen des Insolvenzantrags
    2. Wirkungen der Verfahrenseröffnung
    3. Amt des vorläufigen Insolvenzverwalters oder des Insolvenzverwalters
    4. Sicherung und Verwaltung der Masse
    5. Aussonderung, Absonderung und Aufrechnung im Insolvenzverfahren
    6. Abwicklung der Vertragsverhältnisse
    7. Insolvenzgläubiger
    8. Insolvenzanfechtung
    9. Arbeitsrecht und Sozialrecht in der Insolvenz
    10. Steuerrecht in der Insolvenz
    11. Gesellschaftsrecht in der Insolvenz
    12. Insolvenzstrafrecht
    13. Grundzüge des internationalen Insolvenzrechts
  2. Insolvenzverfahrensrecht
    1. Insolvenzeröffnungsverfahren
    2. Regelverfahren
    3. Planverfahren
    4. Verbraucherinsolvenz
    5. Verfahren zur Restschuldbefreiung
    6. Sonderinsolvenzen
  3. Betriebswirtschaftliche Grundlagen
    1. Buchführung, Bilanzierung und Bilanzanalyse
    2. Rechnungslegung in der Insolvenz
    3. Betriebswirtschaftliche Fragen des Insolvenzplans (Sanierung), der übertragenden Sanierung, der Liquidation.

Was macht ein Anwalt für Insolvenzrecht?

Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hilft Ihnen, wenn Sie zahlungsunfähig sind
Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hilft Ihnen, wenn Sie zahlungsunfähig sind

Die Folgen einer Insolvenz wiegen oft schwer. Sie trifft Unternehmen genauso wie Privatpersonen. In so einer Situation steht Ihnen ein Fachanwalt für Insolvenzrecht zur Seite. Dabei kümmert sich der Rechtsanwalt für Privatinsolvenz bzw. Verbraucherinsolvenz vornehmlich um das Insolvenzverfahren von privaten Bürgern, um diese von den Restschulden zu befreien.

Beim Insolvenzverfahren soll die sogenannte Insolvenzmasse oder auch das restliche Schuldnervermögen zielgerichtet in Form einer Verwertung vom Schuldner an die Gläubiger verteilt werden. Dabei hilft in der Regel ein Insolvenzverwalter oder ein Anwalt für (Privat)insolvenz. Geraten Selbstständige in Insolvenz, dann nennt sich dies im Fachjargon Regelinsolvenz.

Eine solche Schuldenbereinigung kann sowohl außergerichtlich als auch vor dem Insolvenzgericht stattfinden. Zudem hilft der Anwalt bei einer Insolvenz, das krisenbefallene Unternehmen durch eine Sanierung und Reorganisation wiederzubeleben und zu gesunden.

An erster Stelle steht immer die Insolvenzberatung. Hier bereden Sie mit dem Fachanwalt für Insolvenzrecht das genaue Vorgehen in Ihrem Insolvenzfall. Auch vorher können Mandanten bei einem Rechtsanwalt Tipps einholen, um die Insolvenz erst einmal anzumelden sowie Informationen dazu zu erhalten, was danach passiert und was der Insolvenzantrag mit sich bringt. Allerdings kann er seinen Mandanten auch dahingehend unter die Arme greifen, die Insolvenz gänzlich abzuwenden.

Der Fachanwalt für Insolvenzrecht erstellt mit dem Schuldner zusammen einen Schuldenbereinigungsplan. Zudem spricht er auch mit den Gläubigern. Auch sie können sich von einem Anwalt für Insolvenzrecht beraten lassen. Ferner existiert auf vielen Kanzlei-Webseiten mittlerweile das sogenannte GIS, das Gläubigerinformationssystem, bei welchem sich selbige über den aktuellen Stand des sie betreffenden Insolvenzverfahrens informieren können.

Schlussendlich wird ein Fachanwalt für Insolvenzrecht in jedem Fall bemüht sein, alle Beteiligten zufriedenstellend aus dem Insolvenzverfahren zu geleiten, damit so wenige Verluste wie nur möglich entstehen.

Wie wird man Fachanwalt im Insolvenzrecht?

Die Anwaltskarriere beginnt mit einem Studium an der Universität. Innerhalb dieser Ausbildungszeit durchläuft der Student mehrere Phasen, die in der nachfolgenden Tabelle kurz erläutert werden.

PhaseInformationen
Theoretische StudienphaseRechtswissenschaft oder auch Jura besitzt eine Grundstudienzeit von in der Regel neun Semestern
Erstes StaatsexamenDas erste Staatsexamen folgt nach der Regelstudienzeit. Zu schreiben sind je nach Bundesland fünf bis sieben Klausuren, die hauptsächlich aus Wissensfragen zu den großen Rechtsgebieten Zivilrecht, Strafrecht und öffentliches Recht bestehen. Absolviert der Student diese Prüfungen mit positivem Ergebnis, so kann er sich Halbjurist nennen.
RechtsreferendariatDas Rechtsreferendariat dauert in der Regel zwei Jahre. Es ist die Praxiszeit, in der der Halbjurist lernen soll, prozessorientiert und natürlich praktisch zu arbeiten. Mitunter hat er sogar die Möglichkeit, in dieser Phase ins Ausland zu gehen und als Pflichtverteidiger tätig zu werden.
AssessorexamenDas zweite Staatsexamen ist auch als Assessorexamen bekannt. Dieses ist eine reine Staatsprüfung. Das zweite Staatsexamen wird von staatlichen Justizbehörden abgenommen. Nach Bestehen ist der Halbjurist ein vollwertiger Volljurist und kann nun in jedem klassischen Rechtsgebiet aktiv werden.

Nun kann der Volljurist und Anwalt also auch einen bis – laut deutschen Gesetz – maximal drei Fachanwaltstitel erlangen. Dafür muss er ganz allgemein zunächst einmal mindestens sechs Jahre als Anwalt gearbeitet und drei Jahre in jedem Fall seine Anwaltszulassung haben.

Der zukünftige Anwalt für Insolvenzrecht muss einen Fachanwaltslehrgang im Bereich Insolvenzrecht absolvieren
Der zukünftige Anwalt für Insolvenzrecht muss einen Fachanwaltslehrgang im Bereich Insolvenzrecht absolvieren

In der Fachanwaltsordnung der BRAK sind die praktischen Erfahrungen festgehalten, die ein zukünftiger Fachanwalt im Insolvenzrecht erbringen muss, um den Titel verliehen zu bekommen. So steht in § 5g FAO:

  1. Mindestens 5 eröffnete Verfahren aus dem ersten bis sechsten Teil der InsO als Insolvenzverwalter; in zwei Verfahren muss der Schuldner bei Eröffnung mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigen;
  2. 60 Fälle aus mindestens sieben der in § 14 Nr. 1 und 2 bestimmten Bereiche.
  3. Die in Nr. 1 bezeichneten Verfahren können wie folgt ersetzt werden:
    • Jedes Verfahren mit mehr als fünf Arbeitnehmern durch drei Verfahren als Sachwalter nach § 270 InsO, als vorläufiger Insolvenzverwalter oder als Vertreter des Schuldners in der Verbraucherinsolvenz bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens.
    • Jedes andere Verfahren durch zwei der in Buchstabe a) genannten Verfahren.
  4. Außerdem sind für jedes zu ersetzende Verfahren weitere acht Fälle aus den in § 14 Nr. 1 und 2 bestimmten Bereichen nachzuweisen. Verwalter in Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Vergleichsverfahren stehen dem Insolvenzverwalter gleich.

Am Ende muss der Zukünftige noch einen Fachanwaltslehrgang in Insolvenzrecht durchlaufen. Dieser umfasst 120 Zeitstunden sowie zusätzlich 60 Stunden für betriebswirtschaftliche Grundlagen. Im Anschluss an den Lehrgang folgen schriftliche Leistungskontrollen.

Was verdient ein Fachanwalt für Insolvenzrecht?

Aufgrund der anhaltenden Krisenzeit erscheint das Insolvenzrecht als ein sicheres Rechtsgebiet für einen Rechtsanwalt. Viele Kanzleien suchen daher verstärkt Nachwuchsanwälte und zahlen ein gutes Einstiegsgehalt. Das Anwaltsblatt des Deutschen Anwalt Vereins (DAV) hat in seinem Gehälterreport die Einstiegsgehälter von Fachanwälten in ganz Deutschland ermittelt, die Ihnen auch in diesem Ratgeber vorgestellt werden.

Doch zunächst gibt es in Sachen Anwaltsgehalt einige grundlegende Dinge zu beachten. Denn der Verdienst richtet sich in seiner Berechnung nach gesetzlichen Vorgaben:

  • Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
  • Vergütungsvereinbarungen (z.B. Zeit- und Honorarvereinbarungen)

Vergütungsvereinbarungen können dem RVG grundsätzlich vorgezogen werden, wenn sie höher ausfallen sollte. Doch auch hier muss sich ein Anwalt für Insolvenzrecht genauso wie andere Fachanwälte an dem gesetzlichen Rahmen orientieren. So besteht die Gebührenvereinbarung genauso aus Kostentabelle, die seine Grenzen hat. Daher darf eine erste Rechtsberatung beispielsweise den Preis von 190 Euro zzgl. Umsatzsteuer nicht übersteigen.

Daneben haben sich solche Vereinbarungen in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Leistung, Verantwortung und dem Haftungsrisiko wiederzufinden. Kommt es zu dem Fall, dass keinerlei Vereinbarungen getroffen wurden, so muss sich der Anwalt an die Bestimmungen des Bürgerlichen Rechts richten. Wiederrum sind außergerichtliche Beratungen seit 2006 nur noch über eine Vergütungsvereinbarung abzurechnen.

Was verdient der Fachanwalt für Insolvenzrecht?
Was verdient der Fachanwalt für Insolvenzrecht?

Schließlich existieren weitere Prämissen, die in das anwaltliche Gehalt hineinfließen: Bestandteil dessen ist immer der Gegenstands- oder Streitwert, der mit dem Mandat behaftet ist. Auf den Verdienst werden dazu die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer sowie eine Aufwandspauschale hinzugerechnet.

Im Anwaltsberuf zählt ferner die Erfahrung, die ein Rechtsanwalt besitzt, weshalb neben den gesetzlichen Bestimmungen beim Verdienst ebenfalls das Alter und die Dauer der Berufszugehörigkeit sowie die Größe der Kanzlei eine Rolle spielt; wobei letzteres sich auch gewandelt hat. Auch kleinere Kanzleien zahlen in einigen Fällen ein sehr gutes Gehalt. Trotzdem gibt es, wie in anderen Berufen auch, große regionale Unterschiede.

Typisch und üblich sind Prämien- und Umsatzbeteiligungen, da bekanntlich der Anwaltsberuf von Anfang an stark leistungsorientiert ist. Hinzukommend bringt der Job eine hohe Verantwortung mit sich.

Das Anwaltsblatt des DAV hat in seiner Untersuchung herausgefunden, dass das Einstiegsgehalt vom Fachanwalt für Insolvenzrecht wie folgt aussieht:

Im Gegensatz zu anderen Rechtsanwälten liegt hier im Verdienst der Osten Deutschlands an der Spitze. Durchschnittlich gibt es hier 40.000 Euro (27.600 bis 60.000 Euro) brutto im Jahr. Es folgt der Westen mit einem Jahresdurchschnittsgehalt von 39.000 Euro (28.000 bis 48.000 Euro). In Süddeutschland kann ein Rechtsanwalt für Insolvenzrecht 38.000 Euro (30.000 bis 47.000 Euro) jährlich verdienen und im Norden gibt es für ihn einen Bruttodurchschnittsverdienst von 37.000 Euro (31.000 bis 50.000 Euro).

Noch besser zahlen die Kanzleien in den Anwaltshauptstädten: durchschnittlich 60.000 Euro (42.000 bis 96.000 Euro) kann der Fachanwalt für Insolvenzrecht hier bekommen. Zu den Städten zählen Stuttgart, München, Köln, Hamburg, München, Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf.

Welche Berufsverbände gibt es?

Der Rechtsanwalt im Insolvenzrecht kann in Deutschland Verbänden beitreten, um dort in Kontakt mit beruflich Gleichgesinnten zu treten. In diesen Berufsverbänden sehen sich die wirtschaftlichen Interessen der Berufspartner gefördert. Zudem kann der Fachanwalt für Insolvenz hier an Fördermaßnahmen und Veranstaltungen zum Gedankenaustausch mit anderen teilnehmen.

Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht & Sanierung (DAV)

Der Berufsverband setzt sich für die beruflichen Interessen vom Rechtsanwalt für Insolvenzrecht ein
Der Berufsverband setzt sich für die beruflichen Interessen vom Rechtsanwalt für Insolvenzrecht ein

Die ARGE Insolvenzrecht & Sanierung gehört dem Deutschen Anwalt Verein an und besitzt über 1.300 Mitglieder, die aus Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen bestehen, die sich mit insolvenzrechtlichen Problematiken befassen. Seit 1975 setzt sich die Arbeitsgemeinschaft für die berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder ein. Dafür veranstalten sie Fachveranstaltungen und bieten dort sowie auf der Homepage und über andere Mittel der Kommunikation ständig aktualisierende Informationen zum Entwicklungsstand des Insolvenzrechts.

Einmal im Jahr findet seit 2004 im Frühjahr der „Deutsche Insolvenzrechtstag“ statt. Dieser ist eine wichtige Jahrestagung für die ARGE, auf der Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Presse und natürlich Insolvenzverwalter im Plenum sprechen. Weiterhin organisiert die Arbeitsgemeinschaft ebenso jährlich (seit 2012) den internationalen „Europäischen Insolvenzrechtstag“ in Brüssel. Dazu haben sich innerhalb der ARGE weitere Arbeitsgemeinschaften herausgebildet:

  • AG Verbraucherinsolvenz
  • AG Zwangsverwaltung
  • AG Junge Insolvenzrechtler
  • AG Europa

Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e. V. (VID)

In diesem Verband haben sich insbesondere Insolvenzverwalter (fast 500) zusammengeschlossen. Ihr Arbeitsmittelpunkt bildet die Förderung ihrer Berufsgruppe. Dazu treten sie nicht nur in Kontakt mit Interessensvertretern aus Politik, Wissenschaft, anderen Verbänden und den Gerichten, sondern prüfen auch ihre Mitglieder, indem in Form von Fort- und Weiterbildungsprogrammen und Zertifizierungen Gütesiegel ausgegeben werden. Dies dient der Steigerung der Kompetenzen der Insolvenzverwalter sowie der Erstellung von Maßstäben an eine gehobene Insolvenzverwaltung.

Zum Erfahrungsaustausch und der Pflege ihres Netzwerkes veranstalten die Mitglieder jährlich Tagungen, wie etwa die VID-Qualitätstagung. Daneben gibt es Insolvenzverwalterkongresse und genauso internationale Veranstaltungen. Hierbei sind stets wichtige Themenschwerpunkte gesetzt, die aktuelle Bereiche zur Diskussionsgrundlage machen.

Auf der Internetseite des Verbands kann man über eine Eingabemaske den Ombudsmann (unparteiischer Schiedsrichter im Insolvenzverfahren) des VID aufrufen. Auch für Gläubiger bietet die Installation eines Gläubigerinformationssystems die Möglichkeit, dass diese sich regelmäßig über den Stand des Verfahrens informieren können.

Welche Kanzleien gibt es?

Sie möchten den richtigen Anwalt für die Bearbeitung Ihrer persönlichen Belange finden? Dann haben wir hier einige effektive Tipps für die erfolgreiche Anwaltssuche für Sie:

  • Erkundigen Sie sich bei Bekannten, Freunden oder der Familie, ob sie bereits Erfahrungen mit einem bestimmten Anwalt haben
  • Tipps gibt auch die Anwaltskammer, die telefonisch zu erreichen ist. Sie kennt die Rechtsanwälte in Ihrer Nähe
  • Auf dem Webauftritt der Kanzleien und Anwälte finden Sie oft schon eine Menge an Informationen zu den Arbeitsgebieten sowie zum Rechtsanwalt selbst
  • Achten Sie beim Erstgespräch in der Kanzlei auf Ordnung und Sauberkeit
  • Erfragen Sie, welche Erfahrungen der Fachanwalt bereits mit der Sie betreffenden Thematik hat
  • Ein seriöser Rechtsanwalt hat in Deutschland maximal drei Fachanwaltstitel
  • In einer guten Kanzlei erhalten Sie eine grobe Kostenaufstellung der eventuell anfallenden Gebühren und zudem eine kostenlose Erstberatung

Wir haben Ihnen im Folgenden drei deutsche Kanzleien herausgesucht, die sich mit dem Insolvenzrecht als solches befassen.

Kanzlei für Insolvenzverwaltung und Sanierung – Nehrig, Braun & Sozien, bundesweit

Die Kanzlei wurde 1977 als Einzelkanzlei gegründet und hat sich bis heute zu einer überregional arbeitenden Sozietät entwickelt. Ihre Standorte sind in Freiburg, Offenburg, Salem, Baden-Baden und Karlsruhe. Das Insolvenzrecht gehört zum Kerngeschäft der Kanzlei. Zu den behandelnden Arbeitsgebieten gehören u.a.:

Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hilft sowohl bei der Schuldenbefreiung als auch bei der Sanierung eines Betriebes
Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hilft sowohl bei der Schuldenbefreiung als auch bei der Sanierung eines Betriebes
  • Vertretung vor dem Insolvenzgericht
  • Präventive Sanierungsberatung
  • Insolvenzanfechtung
  • Insolvenzverwaltung
  • Durchführung des Schutzschildverfahrens
  • Durchführung von Insolvenzverfahren; auch für Verbraucherinsolvenzen

Die Rechtsanwälte streben nach einem kompletten und abgestimmten Beratungskonzept, das sowohl in steuerlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht Kompetenz und Effizienz bietet. Daher arbeitet die Kanzlei mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zusammen und beschäftigt selbst einen Diplom-Volkswirt und einen Diplom-Betriebswirt.

Zudem ist es das Ziel der Kanzlei, gerichtliche Verfahren so angenehm und so schnell und kostengünstig wie möglich für ihre Mandanten durchzuführen. Zur Selbstverständlichkeit der Anwälte zählen sie die ständige berufliche Weiterbildung. Ferner gehören zu den Klienten Privatpersonen, aber auch Unternehmen.

Kanzlei für Insolvenzverwaltung und Insolvenzrecht – Dr. Beck & Partner, bundesweit

1998 war das Gründungsjahr der Kanzlei von Rechtsanwalt Beck. Gegenwärtig besteht sie aus acht Insolvenzverwaltern sowie insgesamt über 150 Mitarbeitern. Die Kanzlei besitzt Büros in Ansbach, Augsburg, Hof, Landshut, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg. Daher betreut sie Mandanten sowohl lokal als auch überregional und international. Zu den Aufgaben zählen mitunter:

  • Durchführung von Eigenverwaltungsverfahren
  • Schutzschirmverfahren
  • Sachwaltertätigkeiten
  • Insolvenzverwaltung

Das kanzleiliche Interessensspektrum liegt in der Unternehmensinsolvenz. Die Rechtsanwälte geben Unterstützung bei Betriebs- und Unternehmenskrisen. Dabei möchten sie sowohl den Erhalt der Betriebe mitsamt der Arbeitsplätze erreichen, als auch die Interessen der Gläubiger vertreten. Das erfahrene und innovative Team der Kanzlei besitzt eine Arbeitsweise, die mehrere Fachbereiche umfasst und daher auch in das Arbeitsrecht oder das Banken- und Gesellschaftsrecht eintaucht. Hinzukommend arbeiten die Rechtsanwälte ständig mit erfahrenen Betriebswirten zusammen.

Anwaltskanzlei für Insolvenzrecht und Schuldnerberatung – Kraus & Ghendler, bundesweit

Diese noch junge Kanzlei existiert erst seit 2012. Doch das gibt ihrer Erfahrung keinen Abbruch: über 1.000 Insolvenzen und Schuldenvergleiche haben die Rechtsanwälte bereits durchgeführt. Dabei sind sie für ihre Mandanten bundesweit tätig und schulen sich fortwährend mithilfe von Lehrgängen. Zudem nehmen sie am Fachanwaltslehrgang für Insolvenzrecht teil. Ihre Bürositze sind in Köln, Berlin und Essen. Dort bearbeiten Sie die Rechtsgebiete Insolvenzrecht, Bankenrecht und Arbeitsrecht.
Ihre großen Themenkomplexe sind u.a.:

Ein Anwalt für Insolvenzrecht berät auch die Gläubiger in einem Insolvenzverfahren und informiert sie über den aktuellen Stand
Ein Anwalt für Insolvenzrecht berät auch die Gläubiger in einem Insolvenzverfahren und informiert sie über den aktuellen Stand
  • Privatinsolvenz
  • Regelinsolvenz
  • Außergerichtliche Vergleiche
  • Schuldnerberatung
  • EU-Insolvenz
  • Insolvenzstrafrecht
  • Insolvenzberatung

Die junge Kanzlei bietet eine anwaltliche Gewähr, ihre Mandanten bis zur Erreichung des Ziels zu begleiten und zu unterstützen. Dabei bieten sie Festpreise sowie eine kostenfreie Erstberatung. Zudem finden Sie auf ihrer Website Video-Blogs mit Tipps und Informationen zu interessanten Themen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (27 Bewertungen, Durchschnitt: 4,52 von 5)
Loading ratings...Loading...

Über den Autor

Autor Image Female
Jennifer A.

Jennifer studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth. Seit 2018 ist sie fester Bestandteil des Redaktionsteams von anwalt.org. Sie nutzt ihr breites Wissen über das deutsche Rechtssystem seither für die Erstellung gut verständlicher Texte in Bereichen wie dem Asylrecht, Steuerrecht und Verbraucherrecht.

Bildnachweise

4 Gedanken zu „Fachanwalt für Insolvenzrecht

  1. Patricia

    Kann ich einen Insolvenz beantragen wenn ich schon vor 15 Jahren einen Insolvenz hatte?

  2. Patricia

    Möchte mal wissen ob ich nochmal Insolvenz beantragen kann da ich vor knapp 15 Jahren Insolvenz hatte

  3. Rehmani

    Ich befinde mich unglücklicherweise in einer Insolvenz Verfahren wohl bei beantragen wer ich krank das hat mir Arzt bestätigt ich habe viel zu verlieren ich wünsche mir bei der Abwicklung behilflich zu sein Danke

    1. anwalt.org

      Hallo Rehmani,

      wenden Sie sich in diesem Fall direkt an einen Anwalt an Ihrem Wohnort. Wir können keine rechtliche Beratung durchführen.

      Ihr Team von anwalt.org

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert